Das war die DMEA 2026: Ein Rückblick auf Highlights und Take-Aways
Über drei Tage hinweg war Berlin zentraler Treffpunkt der Digital‑Health‑Community: Die DMEA brachte vom 21.-23. April 22.000 Teilnehmer:innen aus fast 30 Ländern zusammen. Das Team des Pfizer Healthcare Hubs war mit einem eigenen Stand vor Ort und nutzte die DMEA als Plattform zum Austausch, zur Vernetzung und für Diskussionen zu Zukunftsthemen der digitalen Gesundheitsversorgung. Ein Einblick in Highlights und Key Take‑Aways.
Programmhighlights
Die Keynotes und Fachvorträge zeigten, wohin sich das Gesundheitssystem entwickelt:
- Ministerin Nina Warken setzte wichtige gesundheitspolitische Akzente zur Digitalisierung. Neben den Vorträgen boten Start‑up‑Pitches einen Blick auf innovative Lösungen aus allen Bereichen des Gesundheitswesens.
- Einen inspirierenden Perspektivwechsel bot Inga Bergen mit ihrem Vortrag „Warum die Zukunft der Medizin eine Giraffe braucht“ – ein Appell, Patient Journeys neu zu denken und Transformation ganzheitlich anzugehen.
- Dr. Justus Wolff zeigte, wie zertifizierte KI‑Lösungen schon in naher Zukunft Ärzt:innen in der ambulanten Versorgung bei Diagnostik und Therapie unterstützen können.
Key-Take-Aways des Pfizer-Teams:
- KI ist im Versorgungsalltag angekommen
Die DMEA machte deutlich, dass KI im Versorgungsalltag angekommen ist: Nicht mehr als Pilotprojekt, sondern als produktive Unterstützung bei Diagnostik, Entscheidungsfindung, Dokumentation und Patientensteuerung – vorausgesetzt, sie fügt sich nahtlos in bestehende IT‑ und Versorgungsstrukturen ein.
- Interoperabilität bleibt der Schlüssel für Skalierung
Ein zentrales Ergebnis der DMEA: Ohne interoperable Datenräume lässt sich KI nicht skalieren. Einheitliche Standards, strukturierte Daten und integrierte Systeme gelten als grundlegende Voraussetzungen für den Einsatz digitaler Lösungen in der Versorgung.
Auf nationaler Ebene stand dabei die elektronische Patientenakte (ePA) im Fokus. Diskutiert wurde vor allem, wie sich Daten über Standards vereinheitlichen lassen und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit die ePA von Patient:innen, Ärzt:innen und Institutionen breiter genutzt wird.
Auf europäischer Ebene rückte der European Health Data Space (EHDS) in den Mittelpunkt. Eine Panel‑Diskussion in der Finnischen Botschaft machte deutlich, dass der schnelle Aufbau technischer und organisatorischer Infrastrukturen entscheidend ist. Finnland gilt hier als Referenz: Digitale Prozesse sind weit verbreitet, Gesundheitsdaten werden bereits systematisch für Präventionszwecke eingesetzt, etwa in der Brustkrebsfrüherkennung.
- Digitale Versorgung stärkt Patient:innen und entlastet Fachkräfte
Digitale Lösungen wurden klar als Hebel positioniert, um medizinisches Fachpersonal zu entlasten und Patient:innen stärker in ihre Versorgung einzubinden – etwa durch Therapie‑Apps, die zunehmend um KI‑Funktionen erweitert werden.
- Kooperationen und Ökosysteme gewinnen an Bedeutung
Innovation entsteht zunehmend im Ökosystem. Partnerschaften zwischen Start‑ups, Industrie, Versorgung und Forschung sind der Schlüssel, um digitale Lösungen gemeinsam zu entwickeln und zu skalieren. Das haben auch die Gespräche über unterschiedlichste Lösungen rund um die Verbesserung der Patient Journey am Pfizer-Stand bestätigt.
Fazit
Die DMEA 2026 hat einmal mehr gezeigt, dass Digitalisierung, Daten und KI zentrale Hebel sind, um Qualität, Effizienz und Patientennutzen im Gesundheitswesen weiter voranzubringen. Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg ist dabei weniger die einzelne Technologie als das Zusammenspiel im Ökosystem.
Hier setzt der Pfizer Healthcare Hub an: Gemeinsam mit externen Partner:innen entwickeln wir Lösungen, um die Patient:innenversorgung zu verbessern. Der Austausch auf der DMEA – und die zahlreichen Gespräche an unserem Stand – haben deutlich gemacht, wie wichtig diese Form der Zusammenarbeit ist, um Innovationen nicht nur zu denken, sondern wirksam umzusetzen.
Die beste Zeit ist jetzt: QuantumAI im Healthcare‑Sektor
Beim health.tech global summit, der Anfang März in Basel stattfand, diskutierten Innovator:innen, Entscheider:innen und Branchenexpert:innen aus dem Gesundheitsökosystem über die Zukunft der digitalen Gesundheit. Im Fokus der Veranstaltung stand dieses Jahr unter anderem AI im Bereich Healthcare. Peter Neske brachte die Pfizer-Perspektive in die Panelsession über QuantumAI in den Life Sciences ein. Wichtiges Take-Away: QuantumAI ist kein rein theoretisches Zukunftsfeld mehr. Unternehmen sollten jetzt anfangen, mit Pilotanwendungen Kompetenzen aufzubauen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.
Der health.tech global summit ist einer der zentralen internationalen Treffpunkte für digitale Gesundheit und Health‑Tech‑Innovation, der Start-ups, Kliniken, Life-Sciences‑Unternehmen, Investoren und Politik vernetzt. Peter Neske, Innovation Lead des Pfizer Healthcare Hubs Freiburg, blickte im Rahmen einer Panelsession unter der Moderation von Dr. Frederik Flöther von QuantumBasel zusammen mit Alexandra Beckstein von QAI Ventures, Jeroen Bakker von Novo Holdings und Rickey Carter von Mayo Clinic auf den Einsatz von QuantumAI in den Life Sciences.
Das Risiko der verpassten Chance
Aktuell schreitet die Entwicklung in QuantumAI schneller voran, als Organisationen sie operationalisieren können. Unternehmen sind aber noch zögerlich. In genau diesem Zögern liege aber ein nicht zu unterschätzendes Risiko, so die Panelteilnehmer:innen. Deutsche Unternehmen verpassen ihre KI-Lernkurve, wenn sie auf klare Durchbrüche warten, während Europa und die USA Milliarden in Quantenforschung investieren und Startups neue Standards setzen.
Gerade deshalb sei jetzt der Zeitpunkt, Quantum-Know-how systematisch zu entwickeln. QuantumAI müsse ein Baustein strategischer Forschung auf der F&E-Agenda darstellen und eine Workforce Readiness schaffen.
Peter Neske berichtete anhand von drei Use Cases, wie sich Pfizer dem Einsatz von Quantentechnologie angenähert hat. Mit Pilotprojekten in der Produktionsplanung, in der Detektion von onkologischen Erkrankungen und der Simulation hat Pfizer Experimentierfelder eröffnet, in denen früh verwertbare Erkenntnisse gesammelt und Fähigkeiten aufgebaut werden können. “Wir müssen einfach mal anfangen,“ so Peter Neske.
Quantum kann kein Unternehmen allein
Fortschritt entsteht nur dort, wo unterschiedliche Kompetenzen ineinandergreifen: Startups treiben mit hoher Geschwindigkeit technologische Experimente voran, akademische Partner liefern die wissenschaftliche Tiefe und methodische Validität, während Industrieanwender reale Herausforderungen aus Forschung, Klinik und Produktion einbringen. Peter Neske illustrierte diesen co-kreativen Ansatz am Beispiel eines Pilotprojekts aus der Produktionsplanung: Bei dem Pilotprojekt zur Optimierung der Produktionsplanung mithilfe der Quantum-Annealing-Methode arbeitete Pfizer eng mit D-Wave und QuantumBasel zusammen.
Mehr über das Pilotprojekt zur Optimierung der Produktionsplanung mit Quantum Annealing: Quanten-Annealing in einem Proof of Technology: Pfizer Freiburg testet im Bereich Produktionsplanung
Fazit
Die Diskussion auf dem health.tech global summit hat gezeigt: Wer wartet, verliert den Anschluss; wer experimentiert, baut Wissen, Netzwerke und Umsetzungskraft auf. Pilotprojekte und Partnerschaften sind dabei entscheidend, denn kein Unternehmen kann die Komplexität von Quantum allein bewältigen. Der Weg führt über gemeinsames Lernen, offene Ökosysteme und den Mut, Technologien schon vor ihrem kommerziellen Durchbruch in der Praxis zu testen.
Innovation bei Pfizer: Perspektiven aus Standort, Hub und Ökosystem
Das Innovations-Team von Pfizer, kurz: das iTeam, lud kürzlich rund 120 Kolleg:innen aus dem Produktionsstandort Freiburg und dem globalen Pfizer-Netzwerk zu einer Veranstaltung in die High-Con-Fabrik in Freiburg. Inmitten der Produktionsumgebung wurde die Innovations-DNA des Standorts greifbar: mit Keynotes, einem interaktiven Gallery Walk zu Use Cases und Arbeitsbereichen des Pfizer Healthcare Hubs und des Knowledge Managements sowie einem Networking Lunch.
Bei einem Interaktionsformat mit internen und externen Innovationsimpulsen, der “InnoSession Spezial”, gab das iTeam, bestehend aus dem Pfizer Healthcare Hub und dem Pfizer Knowledge Management, Einblicke in konkrete Innovationsprojekte und die Rolle des Hubs als Anlaufpunkt für Fragestellungen aus den Fachabteilungen und erster Ansprechpartner für externe Innovator:innen.
Wie kommen innovative Lösungen in das Pfizer-Netzwerk?
Das Team des Healthcare Hubs bringt die Fragestellungen aus den Fachabteilungen im Rahmen einer sogenannten InnoSession mit externen Lösungen zusammen: In einer kurzen und intensiven Session stellen die externen Unternehmen innovative Lösungsansätze zur Prozessoptimierung vor. Das Hub-Team kuratiert die Lösungsansätze und legt den Fokus dabei auf disruptive Innovationen mit strategischem Mehrwert.
Innovation als Wettbewerbsvorteil
Oana Stürz, Innovation Engineer beim Pfizer Healthcare Hub, begrüßte die Gäste des Produktionsstandorts Freiburg sowie das internationale Site Leader Team.

Anne Kessler, Geschäftsführerin des Produktionsstandorts Freiburg, sprach über die Bedeutung von Innovation für Pfizer und nahm Bezug auf die Anfänge des Unternehmens. Der Innovationsgedanke sei schon von Beginn der Pfizer-Geschichte ein wichtiger Teil der Unternehmens-DNA, so Kessler. “try again”, neue Wege zu gehen und dabei auch die nötige Frustrationstoleranz mitzubringen, das sei der Pfizer-Spirit. Diese Innovationsfähigkeit sah sie als wichtigen Wettbewerbsvorteil.
“Die Menschen machen den Unterschied”
Thomas Scheuerle, Geschäftsführer des Badencampus, gab einen Überblick über das Innovations‑Ökosystem der Region und ordnete den Pfizer Healthcare Hub als wichtigen Player ein. Er betonte das progressive Innovationsverständnis des Healthcare Hubs und das Engagement von Peter Neske und seinem Team für das regionale Ökosystem. Der Pfizer Healthcare Hub sei nicht nur Innovationstreiber, sondern auch Benchmark, so Scheuerle.
Gallery Walk: sichtbar machen und diskutieren
Beim anschließenden Gallery Walk konnten sich die Gäste auf über 30 Postern über konkrete Innovation Use Cases informieren, beispielsweise die Entwicklung eines Adapters mithilfe des 3D-Druckverfahrens, und mit Expert:innen ins Gespräch kommen. Zudem stellte der Pfizer Healthcare Hub Arbeitsbereiche wie das Management des internen und externen Innovationsnetzwerks, das Scouting von Innovationspartner:innen sowie den Governance-Prozess vor.

Beim lockeren Gespräch an den Stationen und beim anschließenden Networking Dinner entstand ein lebendiger Austausch: Neue Kontakte wurden geknüpft, Gespräche aus den vorherigen Programmpunkten wurden vertieft und konkretisiert, eigene Fragestellungen wurden diskutiert und Lösungswege angedacht.
Von Freiburg aus ins internationale Pfizer Netzwerk
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie Innovation bei Pfizer gedacht, vorangetrieben und gemeinsam mit starken Partner:innen in die Umsetzung gebracht wird. Der Healthcare Hub nimmt dabei eine zentrale Rolle als Anlaufstelle und Knotenpunkt sowohl für externe Lösungsanbieter:innen als auch für Pfizer Fachabteilungen ein.
Für externe Innovator:innen ist eine Zusammenarbeit mit dem Pfizer Healthcare Hub Freiburg auch deshalb interessant, weil Lösungen, die am Produktionsstandort Freiburg implementiert werden, das Potenzial haben, repliziert oder ins internationale Pfizer-Netzwerk skaliert zu werden.
Die TU Berlin zu Besuch beim Pfizer Healthcare Hub Berlin
Der Pfizer Healthcare Hub Berlin durfte vor kurzem Studierende der TU Berlin in der Pfizer Deutschlandzentrale begrüßen: Die Studierenden sollten Einblicke in die Pharmaindustrie, insbesondere zu Digitalisierung und Innovationsprozessen bekommen – dabei entstand ein lebendiger Austausch zu strategischer Innovation im Gesundheitswesen.
Torsten Mintel, Director Strategic Innovation, stellte das Unternehmen Pfizer vor: Neben zentralen Kennzahlen ging er auf die Innovationsschwerpunkte des Unternehmens ein und erläuterte die strategische Bedeutung von Innovationen für Pfizer. Anhand aktueller Projekte veranschaulichte er, was unter strategischer Innovation zu verstehen ist und welche Ziele Pfizer damit verfolgt. Die vorgestellten Ansätze wurden anschließend in einem offenen Austausch gemeinsam diskutiert.
Ein besonderes Highlight war der virtuelle Einblick in die Produktionsstätte Freiburg, die als Vorreiter für Lean Manufacturing sowie Umweltschutz und Nachhaltigkeit gilt.
Praxisnahe Fallstudien zu technologischen Trends, Chancen und Risiken von AI
Die angehenden Gesundheitsmanager:innen bekamen zur Vertiefung die Aufgabe, folgende Case Studies zu bearbeiten:
- Welche technologischen Trends werden zukünftig für Pfizer relevant sein?
- Welcher Mehrwert und welche Chancen und Risiken entstehen durch AI für Patient:innen, HCPs und Pfizer?
Fazit
Der Austausch war für beide Seiten ein Gewinn: Die Studierenden bekamen praxisnahe Einblicke in die Innovationsprozesse eines Pharmaunternehmens und das Team des Pfizer Healthcare Hubs ließ sich von den Perspektiven junger Studierender inspirieren.